DEZ
08

CATCH ME IF YOU CAN
Musical nach dem
Dreamworks Motion Picture
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

09

DIE TOTE STADT
Oper von Erich Wolfgang Korngold
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

10

RINALDO
Oper von Georg Friedrich Händel
17:00 Uhr
Musiktheater Linz

11

Familienkonzert:
Den Klängen des Universums auf der Spur
11:00 Uhr | Brucknerhaus Linz


Familienkonzert:
Den Klängen des Universums auf der Spur
15.30 Uhr | Brucknerhaus Linz

12
13
14

POSCHNERS BRUCKNER
mit Markus Poschner Bruckner hören
19:00 Uhr
Orchestersaal Musiktheater


CATCH ME IF YOU CAN
Musical nach dem
Dreamworks Motion Picture
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

15

AK CLASSICS
EIN MUSIKALISCHER ZAUBERLADEN
19:30 Uhr
Brucknerhaus Linz

16

GRÄFIN MARIZA
Operette von Emmerich Kálmán
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

17

RINALDO
Oper von Georg Friedrich Händel
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

18
19

DIE TOTE STADT
Oper von Erich Wolfgang Korngold
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

20
21
22

CATCH ME IF YOU CAN
Musical nach dem
Dreamworks Motion Picture
19:30 Uhr
Musiktheater Linz


Premiere: MELUSINA
Oper von Conradin Kreutzer
20:00 Uhr
Musiktheater Linz

23

Premiere: DORNRÖSCHEN
Tanzstück von Andrey Kaydanovskiy
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

24
25

DORNRÖSCHEN
Tanzstück von Andrey Kaydanovskiy
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

26

CATCH ME IF YOU CAN
Musical nach dem
Dreamworks Motion Picture
19:30 Uhr
Musiktheater Linz


MELUSINA
Oper von Conradin Kreutzer
20:00 Uhr
Musiktheater Linz

27
28
29

MELUSINA
Oper von Conradin Kreutzer
20:00 Uhr
Musiktheater Linz

30

Kost-Probe:
MIT HOLST INS WELTALL
12:30 Uhr
Brucknerhaus Linz


Wiederaufnahme
Le Nozze di Figaro
Oper von Wolfgang A. Mozart
19:30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

31

GRÄFIN MARIZA
Operette von Emmerich Kálmán
19:30 Uhr
Musiktheater Linz


MELUSINA
Oper von Conradin Kreutzer
20:00 Uhr
Musiktheater Linz

JAN
01

NEUJAHRSKONZERT
Aufbruch ins Unbekannte
16:00 Uhr | Brucknerhaus Linz


CATCH ME IF YOU CAN
Musical nach dem
Dreamworks Motion Picture
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

02

DIE TOTE STADT
Oper von Erich Wolfgang Korngold
19:30 Uhr
Musiktheater Linz

03
04

Le Nozze di Figaro
Oper von Wolfgang A. Mozart
19:30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

05

DORNRÖSCHEN
Tanzstück von Andrey Kaydanovskiy
19:30 Uhr
Musiktheater Linz


MELUSINA
Oper von Conradin Kreutzer
20:00 Uhr
Musiktheater Linz

06

Le Nozze di Figaro
Oper von Wolfgang A. Mozart
19:30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

07

VOLLENDEN SIE!

Der oberösterreichische Komponist Balduin Sulzer hat einem Kollegen - der nach den Anstrengungen zu seiner Fünften genug vom Sinfonien schaffen äußerte - geraten, zumindest noch eine Unvollendete anzufangen. Wer das Unvollendete nicht wagt, braucht die Vollendung gar nicht erst zu fürchten. Die Gründe, etwas nicht fertig zu bringen, können mannigfaltig sein. Der Tod einer Schöpferin, eines Schöpfers ist ein triftiger Grund, dem wir alle entgegenleben. Bei der Knappheit von nur 31 Jahren, die Franz Schubert am Leben war, könnte man schnell vermuten, dass er seine Sinfonie nicht mehr fertigstellen konnte. Irrtum! Schubert hat nur zwei Sätze davon ausgearbeitet und diese 1822, sechs Jahre vor seinem Tod, feinsäuberlich in eine Partitur gegossen. Das Manuskript endet mit einem neuntaktigen Beginn eines dritten Satzes, von dem 1968 weitere elf Takte aufgefunden wurden. Nach der Uraufführung 1865 schrieb der Wiener Großkritiker Eduard Hanslick: „Wir müssen uns mit zwei Sätzen zufrieden geben, die [...] auch neues Leben in unsere Concertsäle brachten.“ Nur weil die Norm der Viersätzigkeit nicht eingehalten wurde, von Unvollendung zu sprechen, ist eine unerhörte Anmaßung. Spekulationen, warum sie so ist, wie sie ist, gibt es so viele, dass der Sinfonie der Beiname Rätselhafte zustehen müsste. Wenn wir ehrlich sind, wollen wir einfach nur mehr von dem, was uns Franz Schubert zweisätzig hinterlassen hat. Das ist wahre Vollendung!

Eine andere Frage ist, ob die Erstfassung einer Sinfonie, die der Komponist in weitere Fassungen bringt, als unvollendet gelten muss? Die vielen Fassungen der Bruckner-Sinfonien haben unterschiedliche Beweggründe. Vollendung muss kein betonierter Status sein. Vielleicht wohnt Anton Bruckner, der auf seinen raren Touren tausende Menschen mit seinen Orgelimprovisationen in den Bann gezogen hat, der Habitus eines Jazzmusikers inne, der auch in seinem kompositorischen Schaffen Ausdruck findet, in dem er heute diese und morgen eine andere Version anbietet. Die Erstfassung der Dritten, die Peter Gülke als „schwieriges Durchbruchswerk“ bezeichnete, hat mit 2052 Takten die größte Ausdehnung aller seiner Sinfonien. Richard Wagner hat er sie neben der Zweiten zur Widmung nach Bayreuth angetragen. Der „Meister aller Meister“ entschied sich zur Freude Bruckners für die Dritte, die mit der Annullierten Sinfonie („Nullte“) und dem Torso der Neunten die Tonart d-moll teilt. Bruckner erklärte seine Dritte noch zwei weitere Male für „fertig“. (Genauso steht es in der Partitur!)

Wie weit und ob Fertigwerden etwas mit Vollendung zu tun hat, braucht in diesen sinfonischen Fällen nicht nach Antwort suchen. Wir dürfen aber eines nicht vergessen, dass sich noch so vollkommene Musik erst im Moment des Erklingens in uns vollendet (oder anfängt). Die Vollendung beginnt bei uns, im Zuhören. Immer wieder, auch heute.

EIN ZURUF

von Norbert Trawöger

 

Foto: Volker Weihbold

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