Liebes junges Publikum, liebe Lehrende, liebe Eltern, liebe begeisternde und begeisterte Menschen!


Wir haben im letzten Jahr viele Erfahrungen gemacht. Beschränkung war angesagt, Abstand notwendig, um gesund zu bleiben. Das Gemeinsame ist Grundbedingung für Kultur, die die Art des Miteinanderumgehens, des Zusammenseins verhandelt und bestimmt. Kultur ist der Möglichkeitsraum für Zugehörigkeit. Darin steckt das Hören.

Der Hörsinn ist der erste Sinn, der im Mutterleib im fünften Schwangerschaftsmonat erwacht. Wir beginnen im Bauch, das Innen und Außen hörend wahrzunehmen. Von allen Sinnen ist er der letzte, der erst 24 Stunden nach unserem Tod erlischt. Im Hören sind wir verbunden. Hörend gehören wir zur Welt.

Da kommen wir als Orchester ins Spiel. Wir sind eine Spezialeinheit zur Schaffung von Zusammengehörigkeit und Gegenwart. Im Augenblick des Ereignisses eines Konzerts, einer Opernvorstellung, versammeln wir uns, um in der Musik das Jetzt zu erleben. Unabhängig von unserem Alter oder dem der Musik, werden Hörende und Spielende im besten Fall zu einem Klangkörper.

Wir brauchen das Ungreifbare, die Orte, wo der Zauber gewagt wird. Wir versuchen auf viele Arten zum Staunen, Lachen oder Nachdenken mit Begeisterung anzustiften. Unser Erfindungsgeist darf dabei keinerlei Grenzen kennen, um diese Erfahrungen möglichst vielen Menschen möglich zu machen. Vermittlung versucht, Beziehungen zwischen uns Menschen herzustellen. Die Musik schafft dies spielerisch!
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