JUL
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AIDA
Oper von Giuseppe Verdi
19:00 Uhr
Großer Saal Musiktheater

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UNTER DEM GLETSCHER
19:30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

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SALZKAMMERGUT-OPEN AIR
BRUCKNER ORCHESTER LINZ
Piotr Beczała | Erica Eloff | Markus Poschner
19:30 Uhr Toscanapark Gmunden
Voraufführung

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OÖ. Stiftskonzerte
09.07.2022 | 18:00 Uhr
Stift St. Florian, Basilika

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SALZKAMMERGUT-OPEN AIR
BRUCKNER ORCHESTER LINZ
Piotr Beczała | Erica Eloff | Markus Poschner
19:30 Uhr Toscanapark Gmunden
Konzert

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JUBILÄUM: Das 50. Konzert des BOL im Musikverein Wien

Das Bruckner Orchester Linz spielt zum 50. Mal im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins. Den Abend wird, wie beim ersten Mal vor 56 Jahren, ein brandneues Werk eröffnen: murals des Linzer Komponisten Rudolf Jungwirth kommt zur Uraufführung. Nach dem Eröffnungsstück erklingt Anton Bruckners „Achte“ Sinfonie in der Urfassung, und dies genau 130 Jahre später am Ort ihrer Uraufführung.

Seien Sie dabei, wenn Markus Poschner und sein Bruckner Orchester Linz zum Jubiläum den „Mount Everest“ unter den Sinfonien des 19. Jahrhunderts* besteigen - es wird ein Ereignis, das wir mit Ihnen feiern wollen!

 

Programm

Rudolf Jungwirth (*1955)
murals (2021) [Uraufführung]

Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 8 c-moll, WAB 108 (1887) 

Markus Poschner Dirigent

 

KARTEN 


 

Geschichten wie diese

Nicht ohne Grund gilt der Große Musikvereinssaal als das Kronjuwel unter den Konzertsälen dieser Welt. Ein Raum, in dem Architektur zu Musik wird und Musik zu Architektur. In diesem Saal wurden Geschichten wie diese geschrieben.

 

Wien, 18. Dezember 1892

Der 68-jährige Anton Bruckner betritt den Großen Musikvereinssaal. Die von August Eisenmenger geschaffenen Deckengemälde – Apollo und die neun Musen, auf Nebenfeldern von Genien umschwebt – blicken auf ihn. Der Grund seiner Anwesenheit ist kein geringerer als die Uraufführung seiner „Achten“ Sinfonie durch die Wiener Philharmoniker unter der Leitung von Hans Richter.

Bereits fünf Jahre zuvor hatte der Komponist die erste Fassung fertig und war damit entgegen seiner Gewohnheit zufrieden. „Halleluja!“, notierte er, und: „Möge sie Gnade finden“. Doch als er sein Werk dem Dirigenten Hermann Levi vorlegte, war dieser nahezu entsetzt. Also begann Bruckner mit der Arbeit an einer Neufassung – ganze drei Jahre lang. Die zweite Fassung wurde 1890 fertiggestellt. Die Uraufführung gilt als außerordentlicher Erfolg – „Ein Triumph, ein Sieg des Lichts über die Dunkelheit“ – so wird es später heißen.

Wien, 31. Mai 1966

Das Bruckner Orchester Linz gastiert erstmals in der Mutter aller Konzerthäuser – dem Musikverein Wien. Auf dem Programm steht neben Gottfried von Einems „Konzert für Klavier und Orchester“, die 4. Sinfonie von Anton Bruckner – die „Romantische“ – unter der Leitung des damaligen Chefdirigenten Kurt Wöss. Der Komponist Gottfried von Einem ist Professor für Komposition an der Wiener Musikhochschule. 30 Jahre später wird der ehemalige Kammersaal des Musikvereinsgebäudes nach umfassender Renovierung als Gottfried-von-Einem-Saal neu eröffnet.

Wien, 30. Juni 2022

Das Bruckner Orchester Linz betritt zum 50. Mal die Bühne im Goldenen Saal im Musikverein Wien. Am Dirigentenpult Chefdirigent Markus Poschner und mehr als 90 Musiker:innen seines Orchesters. Den Abend wird – wie vor 56 Jahren – ein zeitgenössisches Werk eröffnen: „murals“ des Linzer Komponisten Rudolf Jungwirth kommt zur Uraufführung. Im Anschluss erklingt der „Mount Everest“ unter den Sinfonien des 19. Jahrhunderts*: Anton Bruckners „Achte“ Sinfonie. An dem Ort ihrer Uraufführung, 130 Jahre später. Stille, Herzschlag, Ehrfurcht. Markus Poschner und sein Bruckner Orchester Linz besteigen zum Jubiläum mit den Zuhörenden den Mount Everest. Was für ein Ereignis!

* schrieb Richard Osborne, geboren 1943 in Yorkshire, ist einer der bekanntesten Schriftsteller und Journalisten auf dem Gebiet der klassischen Musik.

  

Auf Initiative unseres ehemaligen Chefdirigenten Dennis Russell Davies wurde einer eigener BOL-Konzertzyklus im Musikverein begründet. Dabei kamen zahlreiche Werke aus der Feder von Balduin Sulzer, Georg Friedrich Haas, Arvo Pärt, Philip Glass, Wolfgang Rihm, Fazil Say, Hans Werner Henze und Thomas Larcher zur erstmaligen Aufführung.

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